Nach Rücksprache mit der Stadt: Altweiber und Kappessonntagszug abgesagt

Das Präsidium des Karnevalsausschusses hat entschieden: : Altweibertreiben und Kappessonntagszug werden 2022 nicht statfinden

Neuss. Nach Rücksprache mit den Mitgliedsvereinen des Karnevalsausschusses Neuss (KA) und den Ordnungsbehörden der Stadt Neuss gibt das Präsidium bekannt, dass der Kappessonntags-Umzug und das Altweibertreiben 2022 wegen der Coronapandemie erneut ausfallen werden.

 „Die aktuelle pandemische Lage macht es uns unmöglich, den Straßenkarneval in Neuss sicher und verantwortungsbewusst für alle Beteiligten zu planen. Uns blutet unser karnevalistisches Herz, aber das Risiko ist für uns als Veranstalter und für alle Beteiligten zu hoch. Der Kappessonntagszug mit 100.000 Besuchern und auch das Altweibertreiben mit tausenden feiernden Möhnen in der Neusser Innenstadt – beides in dieser Situation leider nicht vorstellbar.“, resümiert KA-Präsident Andreas Picker.

 „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, weil wir wissen, wie viele Kinder und Erwachsene jetzt sehr traurig sein werden. Aber noch länger können wir die Entscheidung nicht hinauszögern. So eine Veranstaltung wie der Kappessonntagszug ist ein organisatorischer Kraftakt unseres Zugleiters Ralf Dienel, unterstützt von vielen beteiligten Gewerken, die beauftragt und koordiniert werden müssten. Jetzt ist der Tag gekommen, wo wir diese traurige Entscheidung treffen und den Straßenkarneval schweren Herzens absagen müssen.“, fügt Vizepräsident Markus Titschnegg hinzu.

 Eine Verschiebung auf einen späteren Termin, wie etwa in Düsseldorf, kommt für die Neusser Karnevalisten nicht in Frage. Dabei waren sich das KA-Präsidium und die Vorstände der angeschlossenen Vereine am vergangenen Donnerstag in einer Sondersitzung einig: „Die fünfte Jahreszeit endet am Aschermittwoch.“

 Die Absage des Straßenkarnevals hat indes zunächst keine Bedeutung für den Saal-Karneval oder einzelne Karnevalsveranstaltung, die aktuell im Rahmen der gültigen Corona-Schutzverordnung stattfinden könnten. Es bleibt abzuwarten, wie sich pandemische Lage und die rechtlichen Rahmenbedingungen entwickeln.

 „Unser besonderer Dank gilt hier der Stadt Neuss, die uns in allen Überlegungen begleitet, unterstützt und hervorragend berät, sowie unseren Sponsoren und Partnern, die auch in schweren Zeiten zu uns stehen!“, so Picker.