1. Kaarst

Die Weichen für das Büttgener Schützenjahr wurden gestellt

Die Weichen für das Büttgener Schützenjahr wurden gestellt : Büttger Schützen ehrten verdiente Mitglieder

Mit einer Schweigeminute für die Opfer des Ukraine-Kriegs und die Bevölkerung dort begann die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Büttgen ihre Jahreshauptversammlung im Sportforum Büttgen. Trotz dieser zurzeit bedrückenden Lage in Europa hoffen die Büttger, im Sommer nach zwei Jahren coronabedingter Pause wieder ihr Schützenfest feiern zu können, und stellten an diesem Abend erste Weichen.

So wurden Regimentsoberst Reinhard Block und sein Adjutant Karl Roeben wiedergewählt, während bei den Hubertusschützen Major Steffen Kammann und Adjutant Adam Romboy neu in ihre Ämter gehoben wurden. Wiedergewählt wurden unter anderem auch die Geschäftsführer von Bruderschaft und Festausschuss, Rolf Berweiler und Matthias Beyer. Der Posten des Schatzmeisters der Bruderschaft blieb allerdings vorerst vakant. Roman von Oppenkowski hatte sich aus beruflichen Gründen für den Posten nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Ein ehemaliges Vorstandsmitglied wurde besonders überrascht: Er sei gespannt darauf gewesen, nach vielen Jahren nun mal wieder als Unbeteiligter an einer Jahreshauptversammlung teilzunehmen, sagte Wolfgang Benien, und stand dann zumindest für einen Moment doch im Mittelpunkt. Denn die Bruderschaft ernannte ihn einstimmig zum Ehrenmitglied. Wolfgang Benien engagierte sich ab dem Jahr 1993 durchgehend im Vorstand, zunächst in verschiedenen Funktionen als Beisitzer, Pressewart und stellvertretender Schatzmeister, ehe er von 2007 bis 2017 als Schatzmeister hauptverantwortlich für die Finanzen der Bruderschaft war. Anschließend war er bis 2021 noch einmal vier Jahre stellvertretender Schatzmeister. Darüber hinaus half er – zusammen mit seiner Frau Brigitte – immer bei der Durchführung des Seniorentags, des religiösen Bruderschaftstags und des Adventsfensters mit, und er war der beste Ansprechpartner, wenn es um Mikrofon, Lautsprecher und Co. ging.

In Abwesenheit wurden leider alle Jubilare geehrt: Hans Schmitz hat das seltene Jubiläum von 75 Jahre Mitgliedschaft erreicht, weil er bereits mit zwölf Jahren in die Bruderschaft aufgenommen wurde. Denn schon als Kind trug er zum Vogelschießen immer die Vögel und Armbrust zum Schießstand, damals noch in Driesch, und wurde dafür bereits früh in die Bruderschaft fest aufgenommen. Nachträglich überreicht bekommen ihre Urkunden außerdem Johannes Dicken, Hermann Dickers und Heinz Paus für 60 Jahre sowie Peter Esser für 50 Jahre Mitgliedschaft.

Schützenkönig Helmut II. Reicharz ergriff das Mikro, um eindringlich seinen Wunsch zu äußern, in diesem Jahr endlich „sein“ Schützenfest feiern zu können. Er spüre, dass bei manchen Schützen die Lust und Vorfreude auf Kirmes nach zwei Jahren Corona-Pandemie im Moment nicht mehr so stark sei wie zuvor.

Eine Austrittswelle, so konnte berichtet werden, habe es bislang aber nicht gegeben. Stattdessen befinde sich sogar ein neuer junger Schützenzug in der Gründung.

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Spendabel zeigten sich schließlich die anwesenden Schützen noch bei der Sammlung des Königshauses für das Projekt „Herzwerk – Aktiv gegen Armut im Alter“. Die gespendeten 1.191 Euro rundete Schützenkönig Helmut Reicharz auf 1.300 Euro auf. –etB