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Kinderbuch aus Kaarst: Mit Chamäleon Berta durch die Coronakrise

Kinderbuch „Berta macht Mut“ : Mit Chamäleon Berta durch die Coronakrise

Tag für Tag gibt es neue Meldungen zum Coronavirus, der unseren Alltag in den vergangenen Wochen völlig auf den Kopf gestellt hat. Manch einer fragt sich wahrscheinlich: „Wie erkläre ich meinem Kind die aktuelle Situation am besten?“ Ein kleines Chamäleon namens Berta hilft nun dabei

„Auch dem Urwald ist er nah, der böse Virus Corona. Berta genießt ihr Leben weiter und bleibt stets munter und auch heiter. Und durch Konsequenz und Mut, wird am Ende alles gut.“ So lautet der Klappentext des Kinderbuches „Berta macht Mut“ der Kaarsterin Christina Stroh.

Da besondere Zeiten besondere Maßnahmen erfordern, hat sie kurzerhand eine bereits existierende Berta-Geschichte ein wenig umgeschrieben und -gezeichnet. „Das war super leicht, die erste Geschichte ,Berta macht Stimmung’ auf die Coronazeit zu übertragen. Die Tiere haben Hamsterkäufe gemacht, aber Berta hat trotzdem gute Laune. Sie trifft sich nicht mit anderen Tieren, sondern spricht mit ihnen per Skype: Da ist der Wolf, der sich mit der Großmutter solidarisiert und ihr Kuchen und Wein vor die Tür stellt; die Giraffe, die Kassiererin ist und kein Problem mit Abstand halten hat, weil sie so einen langen Hals hat oder das Zebra, das im Urwald im Krankenhaus aushilft“, erklärt Stroh.

Die Idee zu Chamäleon Berta hatte die Architektin bereits Ende vergangenen Jahres: „Es gab viele Leute, die mir missgünstig gegenüber standen. Und da hat meine beste Freundin Lena gesagt, lass dich nicht unterbuttern, schreib das doch einmal auf. Ich hatte eh schon länger vor, ein Kinderbuch zu machen und da hatte ich eine bestimmte Idee, speziell mit diesem Chamäleon. Das muss sich ja seiner Umgebung anpassen und ich bin eigentlich nicht so jemand. Ich mache immer das, wozu ich Lust habe. Und so entstand Berta.“

Das erste Buch „Berta macht Stimmung“ entstand innerhalb von acht Wochen und diente nun als Grundlage für die Corona-Geschichte. Tag und Nacht zeichnete und dichtete sie die Story um: „Die Idee kam von einem Verlag und ich habe zwei bis drei Tage für die Änderungen gebraucht.“ Themen wie das Horten von Mehl und Toilettenpapier oder das Desinfizieren werden mit munteren Texten und bunten Bildern aufgegriffen und helfen selbst den Kleinsten, die aktuelle Situation ein wenig besser zu verstehen. Und das sei wichtig, weiß die Mutter dreier Kinder (drei, neun und zwölf Jahre alt), denn sie bekämen oft mehr mit von der Krise, als man denke.

Um Groß und Klein nicht nur mit Vorlesen die Zeit zu vertreiben, gibt es in dem Buch auch eine Doppelseite, die die Kinder ausmalen können. Dadurch kam Stroh auch auf die Idee, einen Malwettbewerb auf Facebook zu veranstalten, bei dem es eine Ausgabe von „Berta macht Mut“ zu gewinnen gab. „65 Kinder haben teilgenommen, das hat richtig Spaß gemacht“, freut sich die Kaarsterin über die positive Resonanz. Eine Wiederholung schließt sie daher nicht aus.

„Ich finde es toll, dass alle von Berta sprechen und nicht nur von einem Kinderbuch. Derjenige, der das liest, soll sich mit dieser Figur identifizieren. Es ist mir glaube ich ganz gut gelungen, dass die Figur zum Leben erweckt wird“, so Stroh, die derzeit noch auf der Suche nach einem Verlag ist. Um dem einen oder anderen Kind diese schwierige Zeit ein wenig zu versüßen, hat sie sich daher kurzerhand dazu entschieden, „Berta macht Mut“ in einer kleinen Auflage selbst zu veröffentlichen. Erhältlich ist das Buch bei Rewe Röttcher und Nahkauf Lange in Kaarst.

Und jetzt heißt es zusammen mit Berta auf bessere Zeiten zu warten: „Es dauert noch circa ein halbes Jahr, dann ist es hoffentlich wie’s war.“