Bestseller-Autorin Christiane Wünsche erzählt im Interview über ihr neues Buch „Heldinnen werden wir dennoch sein“

Bestseller-Autorin Christiane Wünsche erzählt im Interview über ihr neues Buch „Heldinnen werden wir dennoch sein“ : Viel mehr als „nur“ ein „Frauen-Roman“

Mit ihrem Familienroman „Aber Töchter sind wir für immer“ landete die Holzbüttgener Autorin Christiane Wünsche auf der Spiegel-Bestsellerliste. Ende Juni erscheint ihr neues Buch. Unsere Zeitung hat die Schriftstellerin zu einem Interview eingeladen.

Frau Wünsche, „Heldinnen werden wir dennoch sein“ ist der Titel Ihres neuen Buches. Ein Buch hauptsächlich für Frauen?

Der Titel klingt natürlich danach, und die Hauptzielgruppe ist sicherlich weiblich, aber das muss die Leserin, beziehungsweise der Leser, selbst entscheiden. Die Themen des Buches sind in jedem Fall für alle relevant. Ich bin der Meinung, dass auch Männer das Buch gut lesen können und ich freue mich sehr, wenn sie es tun. Im Zentrum der Geschichte stehen fünf Frauen und ein Mann. Er hat eine sehr wichtige Rolle inne. In meinen Büchern schreibe ich meist aus verschiedenen Perspektiven heraus, so auch in „Heldinnen werden wir dennoch sein“. Die Leserin oder der Leser blickt also aus den Augen der Frauen und des Mannes auf die Handlung, die zum Teil im Jetzt und zu einem großen Teil in Rückblenden stattfindet. Diese reichen bis in die 1970er und 1980er Jahre zurück. Die Leserin oder der Leser taucht in diese Zeit ein und schnuppert dabei den damaligen Zeitgeist. Das lässt eventuell eigene Erinnerungen lebendig werden, ist spannend und in jedem Fall etwas für jedes Geschlecht.

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Was können Sie dem Leser vorab über das Buch verraten?

Das Buch beleuchtet die Fragen, was Freundschaft und Zusammenhalt ausmacht und was sie gefährdet oder sogar zerstört. Es geht auch um Loyalität und Zivilcourage. Meiner Meinung nach ist der Themenkomplex hochaktuell. Im Mittelpunkt des Romans stehen Freundinnen, die seit ihrer Jugend eng miteinander verbunden sind. Inzwischen sind sie über fünfzig, stehen mitten im Leben und im Beruf, ihre Kinder sind längst groß, und immer noch sind sie befreundet. Damals in den 1980ern waren sie Teil einer Jugendclique, so wie auch ihr gemeinsamer Freund Frankie. Es waren schöne und wilde Zeiten. Alle waren auf der Suche nach Orientierung und dem großen Glück, bis etwas geschah, das sie nie vergessen konnten… Seitdem ist alles anders.

Wird es im neuen Buch auch etwas Lokalkolorit geben?

Jede Menge! Die Schauplätze liegen fast alle innerhalb von Kaarst und spielen mal in diesem, mal in jenem Ortsteil. Für die Handlung habe ich einige Geschäfte, ein verlassenes Haus und einen Bauernhof, den sogenannten Küllenhof, frei erfunden. Dort leben und handeln meine erdachten Figuren, aber natürlich halten sie sich auch an bekannten öffentlichen Orten wie zum Beispiel in der Stadtmitte, an einer Schule oder am Kaarster See auf. Wer sich in unserer Stadt gut auskennt, wird in besonderer Weise Freude beim Lesen des Romans haben.

Natürlich freuen sich die Leser über Ihr neues Buch. Aber welches Werk können Sie dringend empfehlen?

Ich komme tatsächlich vor lauter Schreiben kaum noch zum Lesen, denn der nächste Roman ist schon in der Mache. Zum Geburtstag habe ich „Monschau“ von Steffen Kopetzky bekommen. Das nehme ich mir als nächstes vor. Es spielt 1962 in der gleichnamigen Eifelstadt (die übrigens auch kurz zum Schauplatz in meinem Roman „Heldinnen werden wir dennoch sein“ wird) und handelt nach einer wahren Begebenheit von einem Ausbruch der Pocken. Welche Parallelen sich womöglich zur jetzigen Pandemiesituation auftun, weiß ich noch nicht. Gern möchte ich auch „Jaffa Road“ von Daniel Speck und „Fritz und Emma“ von Barbara Leciejewski lesen. Von allen drei Büchern habe ich bislang viel Gutes gehört. Wer meine Krimis oder meinen Familienroman und Spiegel-Bestseller „Aber Töchter sind wir für immer“ noch nicht gelesen hat, dem lege ich auch diese Romane natürlich ans Herz.

Die Fragen stellte Rolf Retzlaff.

Christiane Wünsches Roman „Heldinnen werden wir dennoch sein“ erscheint am 30. Juni im Verlag Fischer Krüger (ISBN 978-3-8105-0053-3, auch als E-Book erhältlich) und kann bereits jetzt über den Buchhandel vorbestellt werden.