Mehr Sicherheit: Bodycams für Polizisten im Rhein-Kreis Neuss

Respekt gegenüber Einsatzkräften : Mehr Sicherheit: Bodycams für Polizisten eingeführt

Immer wieder werden Polizisten bei Einsätzen im Wachdienst, zum Beispiel bei Ruhestörung oder häuslicher Gewalt, angegriffen. Der Respekt gegenüber Einsatzkräften nimmt immer weiter ab. Für mehr Sicherheit – für Polizisten und Dritte – kommen nun auch in Neuss Bodycams zum Einsatz.

Insgesamt 162 Bodycams wurden für die Dienststellen im Rhein-Kreis Neuss angeschafft. Das freut den Leiter der Kreispolizeibehörde, Hans-Jürgen Petrauschke, sehr: „Bodycams passen in die Diskussion bezüglich Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften. Sie sollen dazu dienen, den Einsatz zu dokumentieren und vielleicht auch für zusätzliche Sicherheit zu sorgen.“

Ein Pilotprojekt in den Kreispolizeibehörden Duisburg, Düsseldorf, Köln, Wuppertal und Siegen-Wittgenstein hatte die deeskalierende Wirkung der Kameras bestätigt. Deswegen hat das Land rund 7 Millionen Euro in die Anschaffung dieser Bodycams für die Polizei NRW investiert.

In heiklen Situationen nehmen die Kameras, die an den Uniformen befestigt werden, Videosequenzen auf. Das geschieht per Knopfdruck und erst nach einem Hinweis durch die Einsatzkräfte. Ein rotes Licht sowie ein akustisches Signal machen deutlich, dass gefilmt wird. Nach 14 Tagen werden die Videos gelöscht, es sei denn, sie dienen als Beweismittel. Dann werden sie dauerhaft gespeichert.

Welchen Einfluss die Bodycams bei Einsätzen haben, wird die Zeit zeigen, doch Einsatztrainer David Welz ist sich sicher: „Das ist ganz elementar auch eine Verbesserung für die persönliche Sicherheit, wie die Erfahrungen in anderen Bundesländern zeigen. Da gehen wir davon aus, dass sich das bei uns genau so entwickelt.“ Bis Karneval sollen die Kameras flächendeckend im Rhein-Kreis Neuss im Einsatz sein.