„Neuss vereint“: Endlich weg mit Maske und Pleitegeier Neusser Gastronomen blicken zuversichtlich in die Zukunft

Neuss · Die Neusser Gastronomen blicken wieder optimistisch in die Zukunft: Sie haben den Schöpfer ihres Logos, den Neusser Karikaturisten Wilfried Küfen, gebeten, Quirinus die Corona-Maske zu entfernen und den Pleitegeier, der bis dato über dem heiligen Mann schwebte, zu verjagen. Zuversicht ist angesagt – auch wenn durch die angekündigte Insolvenz von Werner Galka gleich mehrere Gastronomien – Neues Marienbildchen, Wunderbar, The Hidden – vorerst geschlossen bleiben (wir berichteten).

 Das modifizierte Vereinslogo: Karikaturist Wilfried Küfen hat die Maske entfernt und den Pleitegeier vertrieben.

Das modifizierte Vereinslogo: Karikaturist Wilfried Küfen hat die Maske entfernt und den Pleitegeier vertrieben.

Foto: Neuss vereint/Wilfried Küfen

„Mit Bedauern haben wir die Entwicklung unseres Vereinsmitglieds, der Wunderbar Event Gastronomie GmbH, verfolgt. Auch wenn dies ein Verlust in der Neusser Kneipenlandschaft darstellt, blicken wir jedoch zuversichtlich in die Zukunft“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins. „Die vorhandenen Betriebe bieten eine breite und vielfältige Auswahl an, die euch mit gewohnter Qualität und Gastfreundlichkeit weiterhin zur Verfügung stehen.“ Und Bernhard Landmesser, stellvertretender Vorsitzender von „Neuss vereint“, macht deutlich: „Die Neusser Gastronomie bleibt bunt!“ Zudem geht er davon aus, dass die betroffenen Gastronomiebetriebe bald wieder mit neuen Betreibern durchstarten werden.

Mitglieder von „Neuss vereint“ sind Drusushof, Hamtorkrug, Hermkes Bur, Gaststätte Lebioda, David im Engels, Im Dom, dazuMahl, Restaurant Meteora, Haus Obererft, Em Rüscheberg, Papst Johannes Haus, Vogthaus, Em Schwatte Päd und Flotte Theke. In der Vergangenheit hatten sie unter anderem mit einer Benefizaktion auf sich aufmerksam gemacht: Sie verkauften mit ihrem Logo versehene Pins – damals noch mit Pleitegeier und „maskiertem“ Quirinus; der Erlös ging an die „Schnelle Nothilfe“ und das Kinder- und Jugendhospiz „Regenbogenland“.

„Jetzt wollen wir endlich raus aus dem Krisenmodus“, erklärt Landmesser. Dass es voran gehe, zeige sich zum Beispiel daran, dass bald der Hamtor-Garden (in den vergangenen Jahren Drusus Island genannt) eröffnet werde. Die – hoffentlich sonige – Terrassensaison kann kommen – darauf freuen sich nicht nur die Gastronomen!