Kreis und Stadt Neuss arbeiten zusammen Eine gemeinsame Lösung für das Schwann-Kolleg

Neuss · Das Theodor-Schwann-Kolleg ist eine Schule des zweiten Bildungsweges für junge Erwachsene und bietet die Möglichkeit, den mittleren Schulabschluss, die Fachhochschulreife und die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Zum 1. Februar 2024 soll der Rhein-Kreis Neuss die Trägerschaft des Theodor-Schwann-Kollegs übernehmen. Dies haben der Kreistag und der Rat der Stadt Neuss einstimmig beschlossen. Der Standort des bislang städtischen Weiterbildungskollegs wird nach wie vor in Neuss sein. Die Übergabe der Trägerschaft an den Kreis ist vor allem damit begründet, dass die Mehrheit der Studierenden des Theodor-Schwann-Kollegs aus dem Kreis und darüber hinaus in die Schule einpendelt.

   Tillmann Lonnes, Schuldezernent des Rhein-Kreises,betont: „Dank der Bereitschaft des Kreistages, das Theodor-Schwann K    olleg in die Trägerschaft des Kreises zu übernehmen, soll gerade denjenigen Bürgerinnen und Bürgern im Rhein-Kreis Neuss eine Chance gegeben werden, die bisher ihre schulische Laufbahn nicht beenden konnten oder denen aufgrund ihres Migrations- und Flüchtlingshintergrundes das deutsche Schulangebot nicht zur Verfügung stand.“

Tillmann Lonnes, Schuldezernent des Rhein-Kreises,betont: „Dank der Bereitschaft des Kreistages, das Theodor-Schwann K olleg in die Trägerschaft des Kreises zu übernehmen, soll gerade denjenigen Bürgerinnen und Bürgern im Rhein-Kreis Neuss eine Chance gegeben werden, die bisher ihre schulische Laufbahn nicht beenden konnten oder denen aufgrund ihres Migrations- und Flüchtlingshintergrundes das deutsche Schulangebot nicht zur Verfügung stand.“

Foto: Rhein-Kreis Neuss

Auch wenn landesweit die Zahl der Kollegs sinkt, so halten die bisherigen Schulträger am Weiterbildungsstandort Neuss in gemeinsamer Verantwortung fest. In der Vergangenheit sind sowohl am Theodor-Schwann-Kolleg als auch am Erzbischöflichen Friedrich-Spee-Kolleg die Anmeldezahlen gesunken. Dabei sehen die Bestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen mindestens 240 Teilnehmende pro Schuljahr für ein Weiterbildungskolleg vor. Das städtische Theodor-Schwann-Kolleg zählte im Schuljahr 2022/2023 gerade noch 380 Teilnehmende. „Perspektivisch reichen die Teilnehmerzahlen daher nicht mehr aus, um das Weiterbildungskolleg auf Dauer erhalten zu können“, rechnet der Neusser Schuldezernent Ralf Hörsken vor. Auch das Friedrich-Spee-Kolleg, in Trägerschaft des Erzbistums Köln, hat seit Jahren rückläufige Anmeldezahlen. 

Dieser Situation Rechnung tragend soll eine gemeinsame Lösung von Stadt, Kreis und Erzbistum die Sicherung des Weiterbildungstandorts Neuss ermöglichen. Der Rhein-Kreis Neuss soll das städtische Theodor-Schwann-Kolleg von der Stadt Neuss übernehmen. Zugleich führt der Rhein-Kreis Neuss Gespräche mit dem Erzbistum Köln zur Nutzung des Standorts an der Paracelsusstraße, da das Erzbistum Köln die Trägerschaft des dortigen Friedrich-Spee-Kollegs zum 1. Februar 2024 aufgibt. Die aktuellen Studierenden des Spee-Kollegs sollen ihren Bildungsgang am Schwann-Kolleg nahtlos fortsetzen und abschließen.

Die Vereinbarung zur Übertragung des Theodor-Schwann-Kollegs sieht vor, dass die Schule im Neusser Stadtgebiet bleibt. Dies kommt auch der Tatsache entgegen, dass rund 40 Prozent der Teilnehmenden aus Neuss stammen.